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Österreichische Kunst des 20. Jahrhunderts

EGON SCHIELE

EGON SCHIELE

Tulln 1890–1918 Wien

Egon Schiele wurde 1890 in Tulln geboren. Von 1906 bis 1909 studierte er an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl, mit dem es jedoch zu Unstimmigkeiten kam. In diesem Zeitraum erfolgte in seinen Werken der Durchbruch von den eher traditionellen Strömungen der österreichischen Malerei zum Neuen, das Schiele zunächst vor allem in den Bildern Klimts verkörpert sah. Schiele, der gemeinsam mit verschiedenen Künstlern 1909 die „Neukunstgruppe“ gründete, zeigte nun den Willen zur Überwindung des Jugendstils - er orientierte sich ab diesem Zeitpunkt mehr am Expressionismus. Nach kurzer Tätigkeit für die Wiener Werkstätte übersiedelte er 1911 nach Krumau. 1915 heiratete er in Wien und trat seinen Militärdienst an. Künstlerischen und materiellen Erfolg erlebte Schiele erst 1918. Für die fortschrittlichen Wiener Maler erschien er nach dem Tod Klimts als Leitfigur. Auch die Presse begann seine Arbeiten positiv zu bewerten. Egon Schiele starb jedoch noch im selben Jahr, drei Tage nach seiner Frau, an der Spanischen Grippe. Heute genießt Schieles Werk weltweite Anerkennung.