GUSTAV KLIMTGustav Klimt wurde 1862 in Wien geboren. Zwischen 1876 und 1883 studierte er an der Wiener Kunstgewerbeschule, wo er sich anfangs farblich und stilistisch an den Historismus Hans Makarts anlehnte. In den neunziger Jahren entwickelte er, unter dem Einfluß der Symbolisten, einen neuen Stil. 1897 trat Klimt zusammen mit zwanzig anderen Künstlern aus der „Künstlerhausgenossenschaft“ aus und gründete die „Wiener Secession“, deren Präsidentschaft er übernahm. Ab dem Jahre 1904 malte er vor allem repräsentative Frauenporträts für das Wiener Großbürgertum, allegorische Kompositionen und, während der Sommermonate auf dem Land, zahlreiche Landschaftsgemälde.
Klimts umfassendes zeichnerisches Oeuvre wird im wesentlichen von Aktstudien bestimmt. In diesen wird die besondere Rolle des Erotischen im Werk Klimts deutlich.
Es waren in erster Linie Klimts späte Blätter, die zur Begründung seines Weltruhmes als Zeichner beigetragen haben.