Tannen

Wilhelm Nicolaus Prachensky

Innsbruck 1898 - 1956 Innsbruck

Tannen

Öl auf Karton

67 x 51 cm

Rechts unten signiert und datiert: W. PRACHENSKY 1921
Rückseitig Künstleretikett: WILHELM NICOLAUS PRACHENSKY INNSBRUCK TYROL

Provenienz:

Privatsammlung, Wien

Literatur:

vgl. Matthias Boeckl, Wilhelm Nicolaus Prachensky, Innsbruck 1998, Abb. S. 82

Die 1921 entstandenen „Tannen“ sind mit ihrer gestupften, fleckigen Malweise den wohl vorhandenen postimpressionistischen Tendenzen in der Malerei Wilhelm Nicolaus Prachenskys zuzurechnen. Der Kunsthistoriker Heinrich Hammer schreibt über Bilder „von einer sprühenden Lebendigkeit, einer prickelnden Bewegung in Form wie Farbe“ . Im Zentrum steht das malerische Geschehen, das Motiv, die Tannen, ist bildfüllend wiedergegeben, rechts seitlich vom Bildrand überschnitten. Die Umgebungslandschaft ist nur schemenhaft angedeutet und kann nicht näher bestimmt werden. Die expressive Pinselschrift weist wiederum über die reine Impression hinaus. Wilhelm Nicolaus Prachensky versteht es, die prägenden Strömungen seiner Zeit in seinen Arbeiten harmonisch zu vereinen. „Prachensky nimmt das expressive Kunstwollen seiner Zeit auf, er abstrahiert im Sinne der anderen, er folgt der Tradition von Defregger über Egger-Lienz bis zu den anderen Tiroler Künstlern, um dennoch auf der Suche nach sich selbst eine Handschrift zu entwickeln, die feststellbar ist.“

1 Heinrich Hammer, Wilhelm Prachensky, in: Bergland, Nr. 11, 1926, S. 20
2 Dieter Ronte, in: Matthias Boeckl, Wilhelm Nicolaus Prachensky, Innsbruck 1998, S. 8