"California Revisited"

Markus Prachensky

Innsbruck 1932 - 2011 Wien

"California Revisited"

Acryl auf Leinwand

165 x 130 cm

Rechts unten signiert und datiert: PRACHENSKY 01
Rückseitig betitelt und datiert: "California revisited-2001"

Literatur:

vgl. Ausstellungskatalog "Prachensky. Frühe und späte Werke", Essl Museum, Klosterneuburg/Wien 2007/08, Abb. S. 71

Markus Prachenskys originäre abstrakte, tektonisch-gestische Malerei wird durch drei signifikante Wesensmerkmale charakterisiert: den dynamischen Farbauftrag, die omnipräsente Verwendung der Farbe Rot und den inhaltlichen Rekurs des Künstlers auf seine Reisen, die Entstehungsorte seiner Arbeiten bzw. Orte der Erinnerung, die sich in zyklischen Bildfolgen konkretisieren. Prachenskys explosionsartiger malerischer Gestus, der in scharfem Kontrast zum weißen oder auch schwarzen Bildgrund steht und ganz ohne narrative Elemente auskommt, entlädt sich in kraftvoll gesetzten, den Pinselduktus sichtbar machenden Farbbalken, die parallel oder schräg zueinander positioniert sind. Tektonische Farbschichtungen – eine Reminiszenz an das abgeschlossene Architekturstudium des Künstlers – und Spritz- bzw. Tropfspuren determinieren eine abstrakt-expressive Malweise mit starker Signalwirkung. „Die Eigenmächtigkeit der Farbe und das Zufällige am Ergebnis der Ausbrüche bleiben immer unter meiner Aufsicht. Was in der Wirkung für mich nicht ‚stimmt‘, wird sofort gelöscht, ich habe sehr viel Ausschuss, Ansätze, die ich für mich nicht gelten lasse. Was immer die Farbe als ihr Eigenes birgt und entäußert, muss zusammengehen mit meiner Hand. So binde ich die Farbe nicht mehr, wie noch Cézanne (obwohl auch er schon ihre Befreiung wollte) an die Aufgabe der Abbildung etwa einer Landschaft, sondern an mich. Das ist das Reglement.“ 1 Ausstellungskatalog Markus Prachensky. Eine Retrospektive, Österreichische Galerie Belvedere, Oberes Belvedere, Wien 2002, S. 30