Kappel 1919 - 2014 Wien
"Innerhalb und außerhalb der Leinwand II"
Öl auf Leinwand
119,5 x 99,5 cm
Rückseitig Etiketten der Galerie Ulysses, New York und der Galerie Reinhard Onnasch, Berlin
Lassnig WV Nr. 391
Provenienz:
Reinhard Onnasch Galerie, Berlin
Gallery Ulysses, New York
Barbara Gross Gallery, München
Ausstellungen:
Berlin, Reinhard Onnasch Galerie, 1987
New York, Galerie Ulysses, 1989
Luzern, Kunstmuseum, Graz Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Hamburg, Kunstverein in Hamburg, Wien, Wiener Secession, 1989
Halle, Saale, Kunsthalle Talstrasse, 2019
Literatur:
Ausstellungskatalog „Maria Lassnig. Mit dem Kopf durch die Wand. Neue Bilder“, hrsg. von Martin Kunz, Kunstmuseum Luzern, Neue Galerie Graz,
Kunstverein in Hamburg und Secession, Wien 1989, Abb. S. 49
Christa Murken, Maria Lassnig. Ihr Leben und ihr malerisches Werk. Ihre kunstgeschichtliche Stellung in der Malerei des 20. Jahrhunderts (mit einem Werkverzeichnis der Gemälde -1987), 1990, WV Nr. 391
Ausstellungskatalog, "Maria Lassnig. Landleben", Galerie Ulysses, Wien 2017, Abb.
Ausstellungskatalog „Die schaffende Galatea. Frauen sehen Frauen“, Kunsthalle „Talstrasse“ Halle (Saale) 2019, Abb. S. 73, Kat. Nr. 42
Die Malerin, Grafikerin und Medienkünstlerin Maria Lassnig, die an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien als erste Frau im deutschsprachigen Raum eine Professur für Malerei bekleidete, gilt heute als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Ihre singuläre Position innerhalb der internationalen bildenden Kunst verdankt sie dabei ihrem visionären, höchst innovativen, schonungslosen künstlerischen Konzept des „Körpergefühls“ oder der „Body-Awareness“: Maria Lassnig transformierte seit den späten 1940erJahren konkrete, einfache, intensive Körperempfindungen in farbdramaturgisch eindrucksvoll inszenierte bildnerische Körpergehäuse. Das
physische Ereignis der Körperwahrnehmung diente der Künstlerin als gedanklicher Ausgangspunkt für ihre aus farbigen Körperflächen additiv gebauten „introspektiven Erlebnisse“. Maria Lassnig setzt sich in zahlreichen Werken auch selbst ins Bild bzw. verweist auf ihre Präsenz auch außerhalb und in Bezug zum Werk, wie der Titel „Innerhalb und außerhalb der Leinwand II“ von 1984/85 suggeriert. Eine Verschmelzung von Künstlerin und Kunstwerk, von malendem Subjekt und gemaltem Objekt und deren sich gegenseitig bedingende Unzertrennlichkeit sind unmittelbarer Gegenstand ihrer künstlerischen Auseinandersetzungen.