1975 Innsbruck
"Langsamkeit II"
Farbstift, Gesso, Acryl auf Lokta Papier
114 × 182 cm
Links oben signiert und datiert: JAKOB K. 25
Rechts oben betitelt: LANGSAMKEIT II
„Ein Gedanke, der aus der Vergangenheit aufblitzt, oder ein Gefühl, das plötzlich und sehr intensiv da ist: So beginnt meist der Schaffensprozess von Jakob Kirchmayr. Es gibt fast nie eine konkrete Idee, wenn er sich einem neuen Bild widmet. Vielmehr ein kontinuierliches Hinspüren, begleitet von verschiedenen äußeren Einflüssen und der Lyrik von Jannis Ritsos, die dem Künstler seit Jahren als Inspirationsquelle dient.”1 Angelika Seebacher
Jakob Kirchmayrs Malerei ist geprägt von tiefen Naturerfahrungen und Erinnerungen an seine Kindheit in Tirol sowie an unberührte Landschaften. SeineWerke entstehen intuitiv und entwickeln sich Schicht für Schicht aus der Abstraktion. Zwischen dichten Farbflächen und feinen Zeichen treten immer wieder lichtvolle Momente hervor. Die „vielschichtigen, überdimensionalen Arbeiten“ entstehen auf handgeschöpftem Papier aus Nepal, „das von Haus aus eine lebendige, ganz eigene Struktur aufweist.“2 In einer Zeit zunehmender Umweltzerstörung versteht sich seine Kunst als poetische Reflexion über die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur und lädt zu einer achtsamen, emotionalen
Beziehung zur Erde ein.
1 Angelika Seebacher, homepage des Künstlers
2 ebd.