Arik Brauer

Wien 1929 - 2021 Wien

Arik Brauer wurde 1929 in Wien geboren. Als Sohn eines jüdischen Schuhmachers überlebte er versteckt die Judenverfolgung. Von 1945 bis 1951 studierte Arik Brauer an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Robin Christian Andersen, Josef Dobrowsky, Herbert Boeckl und Albert Paris Gütersloh. Gemeinsam mit Ernst Fuchs, Anton Lehmden, Wolfgang Hutter und Rudolf Hausner gründete er die „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“. Diese orientierte sich an den Techniken der alten Meister und entwickelte eine gegenständliche Kunst. Bezeichnend für Brauers Schaffen ist die Schichtenmalerei. Zudem lässt Brauer aktuelle politische Ereignisse in seine Bilder einfließen. Zwischen 1947 und 1951 studierte der Künstler Gesang an der Musikschule der Stadt Wien. Von 1954 bis 1955 lebte er in Israel. 1957 übersiedelte er mit seiner Frau Naomi Dahabani nach Paris, dort gründeten die beiden ein Gesangsduo. In dieser Zeit feierte Brauer auch erste Ausstellungserfolge mit Präsentationen seiner Werke in den Galerien Cordier, Flinker, im Salon de Mai und im Musée d’art moderne de la Ville de Paris. In den 1970er-Jahren arbeitete Arik Brauer am Ölgemälde-Zyklus „Die Geschichte der Verfolgung des jüdischen Volkes“ und an Bühnenbildern für die Pariser Oper. Von 1986 bis 1997 lehrte er als Hochschulprofessor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Arik Brauer erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter anderem den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst und das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse. Der Künstler verstarb 2021 in Wien.