"Weltweglöcherort"

Gunter Damisch

Steyr 1958 - 2016 Wien

"Weltweglöcherort"

Öl auf Leinwand

70 x 40 cm

Rückseitig signiert und datiert: D+/ GDamisch/ 2011

Archiv Nr.: GD/M 790

Provenienz:

direkt aus dem Nachlass des Künstlers

Gunter Damisch, der zunächst figurativ arbeitete, entwickelte Ende der
1980er-Jahre eine eigene Bildsprache. Mit seiner Malerei erschuf er
neue, in sich geschlossene Welten, die von charakteristischen Figuren
wie „Stehern“ und „Flämmlern“ bevölkert werden.
Charakteristisch für Damisch ist der pastose Farbauftrag sowie der Einsatz
intensiver, kontrastreicher Farben. Seine Gemälde wirken dadurch lebendig
und erhalten eine fast plastische, dreidimensionale Qualität. Der Bildraum
entfaltet sich wie unter dem Blick durch ein Mikroskop – strukturiert durch
ein Wechselspiel aus makro- und mikrokosmischen Elementen.
Damischs Frühwerk der 1990er-Jahre ist durch gröbere, pastosere Strukturen geprägt. Die Gemälde „Rotfeld Welten“ und „Blaues Flammenfeld“
sind charakteristische Beispiele dieser Phase.
Ab den 2000er-Jahren zeigen seine Arbeiten eine zunehmende Feinheit
und Detailgenauigkeit – sie erscheinen verdichteter und erinnern in ihrer
Wirkung an mikroskopische Strukturen. Das Gemälde „Weltweglöcherort“
veranschaulicht diesen Wandel besonders eindrücklich und macht die
künstlerische Entwicklung Gunter Damischs deutlich nachvollziehbar.
Mit seinem charakteristischen Formenrepertoire – darunter Flämmler, Steher, Schlingen, Wege, Felder und Netze – schuf Gunter Damisch komplexe
Bildwelten, die seine Malerei einzigartig und unverkennbar macht.