Steyr 1958 - 2016 Wien
„Blaues Flammenfeld"
Öl auf Leinwand
250 x 170 cm
Rückseitig signiert, datiert und betitelt: G Damisch 90 / Flammen / feld sowie Stempel und Etikett der Galerie Eric Dupont, Toulouse
Provenienz:
direkt aus dem Nachlass des Künstlers
Gunter Damisch, der zunächst figurativ arbeitete, entwickelte Ende der 1980er-Jahre eine eigene Bildsprache. Mit seiner Malerei erschuf er neue, in sich geschlossene Welten, die von charakteristischen Figuren wie „Stehern“ und „Flämmlern“ bevölkert werden.
Charakteristisch für Damisch ist der pastose Farbauftrag sowie der Einsatz intensiver, kontrastreicher Farben. Seine Gemälde wirken dadurch lebendig und erhalten eine fast plastische, dreidimensionale Qualität. Der Bildraum entfaltet sich wie unter dem Blick durch ein Mikroskop – strukturiert durch ein Wechselspiel aus makro- und mikrokosmischen Elementen.
Damischs Frühwerk der 1990er-Jahre ist durch gröbere, pastosere Strukturen geprägt. Die Gemälde „Rotfeld Welten“ und „Blaues Flammenfeld“ sind charakteristische Beispiele dieser Phase.
Ab den 2000er-Jahren zeigen seine Arbeiten eine zunehmende Feinheit und Detailgenauigkeit – sie erscheinen verdichteter und erinnern in ihrer Wirkung an mikroskopische Strukturen. Das Gemälde „Weltweglöcherort“ veranschaulicht diesen Wandel besonders eindrücklich und macht die künstlerische Entwicklung Gunter Damischs deutlich nachvollziehbar.
Mit seinem charakteristischen Formenrepertoire – darunter Flämmler, Steher, Schlingen, Wege, Felder und Netze – schuf Gunter Damisch komplexe Bildwelten, die seine Malerei einzigartig und unverkennbar macht.