Innichen 1929 - 2008 Prägraten
Ohne Titel
Acryl auf Leinwand
110 x 90 cm
Rückseitig Nachlassstempel
Provenienz:
direkt aus dem Nachlass des Künstlers
Ab den 1980er-Jahren entwickelte Leopold Ganzer eine völlig neue Gestaltungsweise, die wesentlich stärker als bisher die subjektive Handschrift des Künstlers in den Vordergrund rückte. Ganzer fand in diesen Jahren zu dem für ihn bestimmenden Motiv der Landschaft. Fels- und Landschaftsbilder sollten fortan sein Schaffen begleiten. In einer Vielfalt von Techniken, die von Tusche über Aquarell bis zu Acryl reichen, schuf Leopold Ganzer immer wieder neue Farb- und Formkreationen, die sich aus einer intensiven Beschäftigung mit der Natur ableiten. Seine großzügigen, in lockeren Pinselschwüngen auf Papier und Leinwand hingeworfenen Kompositionen nehmen ihren Ausgangspunkt stets im Erlebnis der Natur und wandeln das Geschaute in eindrucksvolle Farb- und Formkompositionen, die zuweilen jegliche Gegenständlichkeit hinter sich lassen, ab.
Man könnte Ganzers Arbeiten auch als „Naturabstraktionen“ bezeichnen - ein Begriff, mit welchem Arnulf Rohsmann treffend die Darstellungsweisen charakterisierte, welche die Werke von Herbert Boeckl, Max Weiler, Wolfgang Hollegha und Peter Krawagna miteinander verbinden.1
1 Natur/Abstraktion. Boeckl. Weiler. Hollegha. Krawagna, hrsg. von der Kärntner Landesgalerie, Ausstellung Kärntner Landesgalerie, Klagenfurt 1992,S.13